Influencer Marketing – Probleme und Fakes bei Social Media

Juchuuu, ich habe Fans und Likes…. werden sich die meisten Unternehmer denken, die eine Agentur mit Influencer Marketing und Social Media betraut haben. Kann ganz schnell gehen, man wird bekannter….. aber der Umsatz steigt nicht?

Der Knall bei Unilever

Vor Kurzem hat Unilever angekündigt, alle Influenceraktivitäten des Konzerns zu überprüfen. Das ist der erste, große Konzern, welcher hinterfragt, was da gerade los ist und was es bringt. Natürlich ist Social Media und Influencer Marketing aufwändig. Richtig schnell bekommt man eben nicht die gewünschten Resultate und selbst teure Agenturen bringen mit Stangenware oft eher niedrige Erfolge.

Gekauft, natürlich oder Fake?

Wie kommt man an Fans bei Facebook? Entweder durch sehr viel Arbeit oder eine Billiglösung. Die gibts im Tausenderpack so zwischen 5 Euro (Bots – also automatische Manipulation) bis 40 Euro für handangelegte Profile aus Entwicklungsländern. Es ist also ein Leichtes, hier mal eben Resonanz loszutreten. Die allerdings absolut nichts bringt. Der deutsche Mittelständler hat nichts davon, wenn irgendwelche Computerfunktionen ihn mögen oder extrem finanzschwache Agenturen anstatt Kunden sein Profil künstlich pushen. Er braucht Entscheider, potentielle oder willige Käufer. Ganz einfach, Zielgruppe.

Influencer sind auch nicht immer das Wahre

Genau so ist es mit Influencern, was immer noch oft als Allheilmittel angepriesen wird. Klar, die sind kaufbar. Abgesehen davon, dass man hier ohne Kennzeichnung als Werbung gegen das Wettbewerbsrecht verstößt, muss es auch vom Inhalt und vor allem der Zielgruppe passen. Das gilt für alle sozialen Netze. Egal ob Facebook, Pinterest, Instagram, Youtube und selbst Google+. Zurzeit sind die Influencer eh schon verunsichert, weil das Landgericht Berlin eine Bloggerin verdonnert hat – Probleme beim Wettbewerbsrecht. Entsprechend ist die Szene aufgeschreckt. Mit der Kennzeichnungspflicht jeder kommerziellen Handlung bei Produktpräsentationen (zurzeit noch strittig) sinkt jedenfalls auch die Glaubwürdigkeit des Influencers – eigentlich sein Kapital. Da dürften schnell Diskussionen aufkommen: „Oh, der macht das ja nur für Geld.“. Dann sinkt die Werbewirksamkeit.

Besseres Social Media

Geht Influencermarkting besser und wie erkennt man Fakes? Ganz einfach: Experten fragen. Hier darf ich auf meinen Kooperationspartner Johannes Wobus verweisen. Sein Blog Pontipix ist sehr techniklastig. Einem normalen Social Media Manager, einem Influencer, diversen Agenturen und erst Recht den vielen Beratern dürfte beim Lesen leicht der Schweiß ausbrechen. Die kommen nicht mehr hinterher. Er schreibt da was „Wirres“ zu Tags, Hashtags, Lokationen, Engagement. Von wegen „wirr“! Das Zeug ist einfach nur geil, supergut nutzbar und ermöglicht über die technische Raffinesse den werbeansprachlichen Zugriff auf eine passende Zielgruppe. Oder eben das Erkennen von unnatürlichen Strukturen wie gekauften und geschönten Influencern. Das ist die erste Social Media Geschichte, mit der ich nicht auf Kriegsfuß stehe ;-).

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